Husten und Heiserkeit

Geschwister der verstopften Nase. Nachdem wir von HealthTimes Ihnen gerade einen Tipp gegeben haben, wie Sie sich Ihre Nachtruhe in Bezug auf die Nasenatmung sichern können, nun ein weitere Tipp, der Ihnen möglicherweise bei Husten und Heiserkeit eine bessere Nachtruhe beschert, als Sie ahnen:

Starker Husten raubt einem den Schlaf, vor allem, wenn es sich um mehr Hustenreiz als gehaltvollen Husten handelt. Ein altes Hausmittel schafft Abhilfe: das Kochsalz.

Gegen Kochsalz oder Natriumchlorid sind keine allergischen Reaktionen bekannt. Immerhin handelt es sich bei diesem Stoff um einen lebenswichtigen Bestandteil unseres Blutes. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich in der Apotheke einen Inhalierkessel mit Zerstäuber besorgen. Sicherlich tun es auch ein großer Kochtopf und ein Handtuch – wenn Sie sich verbrühen wollen. Mit dem Zerstäuber allerdings können aber auch das nicht mehr kochendheiße und daher kaum noch dampfende Wasser aufwühlen und Dampf erzeugen. Sie können also wesentlich länger und effektiver inhalieren, als mit Topf und Tuch.

Die Inhalierkessel werden oft mit Salben angeboten. Verzichten Sie darauf dankend, und verwenden Sie stattdessen eine denkbar starke Kochsalzlösung von etwa 5 bis 6 Esslöffeln Kochsalz auf einen halben Liter Wasser.

Warum eine so starke Lösung? Weil Kochsalz in hoher Konzentration desinfizierend gegen viele herkömmliche Krankheitserreger wirkt.

Außerdem machen wir uns hier eine Reaktion unserer Schleimhäute zu Nutzen: Diese reagieren empfindlich auf die hohe Salzkonzentration des Inhalats und geben ihrerseits mehr Flüssigkeit ab, um die Salzkonzentration auf der Oberfläche zu verdünnen. Damit werden aber auch Krankheitserreger, die in den Schleimhäuten sitzen, quasi von innen her  rausgespült.

Der Effekt des Inhalierens mit starken Kochsalzlösungen ist ein besserer als der, der beim Inhalieren mit einer physiologischen, sprich in ihrer Stärke dem Kochsalzgehalt im Blut entsprechenden Salzlösung erzielt wird: Mit der Inhalation einer 0,9%igen Kochsalzlösung regen  Sie Ihre Schleimhäute nicht an, Flüssigkeit zu produzieren, weil das Salz, das mit dem Wasserdampf auf die Schleimhäute trifft, genauso stark konzentriert ist wie in den Schleimhäuten. Sie bewässern die Schleimhäute also nur von außen. Zudem können Sie mit einer Konzentration von 0,9 Prozent nichts desinfizieren. Die provozierte Schleimbildung erleichtert zudem das Abhusten auch in der Nacht und lässt Sie möglicherweise nicht bei jeder Hustenattacke wach werden.

Ob so eine Inhalation gefährlich ist? Nein, überhaupt nicht. Sie sollten während der Behandlung nur etwas mehr trinken, als Sie es sonst gewohnt sind, weil Ihre Schleimhäute  halt etwas mehr Flüssigkeit abgeben.